Fandom


Buch Otis Miller und die Lady mit dem schwarzen Herzen

Otis Miller und die Lady mit dem schwarzen Herzen ist ein Buchtitel in Red Dead Redemption 2 und die 186. Ausgabe einer Reihe von neuen Geschichten von Otis Millers Abenteuern.

Lage

"Folgt..."

Inhalt

und blickte über das Flussbett. Sie brachte ihr Pferd zum Stehen, lehnte sich zur Seite und spuckte auf die trockene Erde, die nach Hunderten Tagen unbarmherziger Sonne von unzähligen Rissen durchzogen war.
"Ich kenn nicht allzu viele Frauen, die Kautabak mögen", sagte der Mann
"Ich kenn nicht allzu viele einäugige Indianer", antwortete Black Belle. "Tatsächlich bin ich's nicht gewohnt, in Gesellschaft zu reisen. Das hält mich nur auf."
Sie lenkte ihr Pferd über das Geröll, blinzelte in die Sonne und spuckte erneut aus.

Er folgte ihr entlang der Schlucht, durch holziges Gestrüpp und vorbei an den verkohlten Überresten eines ausgebrannten Wagens. Dem Fahrer aus den Kutschbock hatten die Bussarde längst sämtliches Fleisch von den Knochen gepickt.
"Wahrscheinlich Apachen." Er sog die Luft ein.
"Ja." Sie spuckte erneut aus.
"Schon mal mit ihnen zu tuen gehabt?"
"Ja. Ich bin mal in der Schlucht außerhalb von Chuparosa mit ein paar Mexikanern aneinandergeraten. Zwei Apachenkrieger wurden dabei erwischt, wie sie ihre Pferde stehlen wollten. Sie flohen vor dem Musketen feuer über den Kamm und sind mir verdammt noch mal fast in den Schoß gefallen. Wir zückten die Messer und wollten uns schon gegenseitig aufschlitzen, als uns klar wurde, dass diese Mexikaner uns alle drei umbringen würden, wenn wir nicht zusammenarbeiten. Sie mussten fast grinsen, als ich mir mein Gewehr geschnappt hab. ich schätz mal, die hatten noch nie eine Frau mit was anderem als einem Säugling im Arm gesehen. Ich bin neben einem Stein in Deckung gegangen, hab ein Stück Kautabak abgebissen, mein Gewehr abgestützt und drei Schützen auf der anderen Seite der Schlucht ausgeschaltet."
"Was hast du dann gemacht?"
"Was wohl? ich hab mir die Pferde geschnappt, sie verkauft und bin weitergezogen."
"Mit den Apachen, mein ich."
"Ach, ich hab mit einer Gruppe von ihnen beim alten Fort gelagert. Wir waren die halbe Nacht wach, haben Wettschießen veranstaltet und Tiswin getrunken. Hast du das Zeug je probiert?"
"Kann ich nicht behaupten."
"Ist ein übler Fusel, den sie aus Mais brennen. Macht einen so besoffen, dass man Leder kaut und es für Wildfleisch hält. Trotzdem ist es eine Schande, was das Militär mit ihnen angestellt hat. Die Apachen sind gute Leute, sie hätten sie in Ruhe lassen sollen. Stattdessen haben sie ihnen nichts als Leid gebracht."
Black Belle schnappte sich ihren Hut, klopfte ihn zweimal an ihrem Bein aus und sah zu, wie der Staub einer Pappel hinaufzog, als sie ihn wieder aufsetzte. Sie spuckte aus.
"Siehst du das Tal da drüben?"
"Ja."
"Da haben sich Otis Miller und seine Jungs im alten Danville-Hof breitgemacht.

Er hat bestimmt 100 Stück Vieh und 30 gute Pferde. Ich hab vor, sie zu stehlen." Sie spuckte erneut aus. "Black Belle!", rief jemand von der spitze einer Anhöhe. "Das wirst du schön sein lassen!" Ein Schuss schlug ein, und ihr Pferd brach wiehernd zur Seite aus.
Sie wendete ihr Pferd und sah nach oben. "Otis, ich wusste, dass du da oben bist. verdammt, bei dem Höllenlärm, den du veranstaltest, könntest du dich nicht mal an einen Taubstummen anschleichen! Warum kommst du nicht runter, damit wir uns über die Pferde unterhalten können?"

"Ich hab sie rechtmäßig gestohlen, Belle!"
"An Diebstahl ist nichts rechtmäßig, Otis! Vor allem, wenn man bedenkt, wenn du sie gestohlen hast."
"Wem denn?"
"Mir!" Sie gab einen Schuss gegen die Sonne ab und lachte. Von Oben war ein Schmerzensschrei zu hören.
"Verflucht! Du hast fast mein Auge ausgeschossen!"
"Hätte ich dir dein Auge ausschießen wollen, hätte ich es getan", rief sie. "Ist dein dämlicher Bruder auch da oben?"
"Ja, bin ich!"
"Dann lass den Mist und komm runter. Es ist verdammt noch mal zu heiß für diesen Unsinn."
Am kargen Horizont stieg eine Staubwelle auf, als sie ihre Pferde wendeten. Der einäugige Indianer sah sie an. Black Belle war keine gewöhnliche Frau.

Nutzung von Community-Inhalten gemäß CC-BY-SA , sofern nicht anders angegeben.